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RUHR.2010 präsentiert Zeitinsel Fazil Say
Das KONZERTHAUS DORTMUND feiert den in Istanbul lebenden Komponisten und Pianisten Fazil Say zum Abschluss seiner vierjährigen Dortmunder Residenz: In vier Konzerten beleuchtet die bislang umfassendste Retrospektive seine Künstlerpersönlichkeit ab dem 10. März im Konzerthaus.
Benedikt Stampa, Dortmunder Konzerthaus-Intendant, war einer der ersten, der auf Fazil Say Anfang des Jahrtausends aufmerksam wurde. Mit Beginn seiner Intendanz lud er ihn als Exklusivkünstler des KONZERTHAUS DORTMUND ein. Inzwischen ist Fazil Say, der sich in den vergangenen Jahren am Konzerthaus in seiner ganzen künstlerischen Vielseitigkeit präsentieren und entfalten konnte, zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten in der internationalen Musikwelt gereift.
Fazil Say ist Pianist, Ideengeber, Komponist, Grenzgänger zwischen Orient und Okzident, Interpret in Klassik und Jazz. Die viertägige Zeitinsel bietet den Raum für die Erkundung seines Facettenreichtums. Im Mittelpunkt der Zeitinsel Fazil Say – „Istanbul-Sinfonie“ stehen die Uraufführung der „Istanbul-Sinfonie“ (Auftragswerk des KONZERTHAUS DORTMUND und des WDR) sowie die Deutsche Erstaufführung des Violinkonzertes „1001 Nacht im Harem“, die beide mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Howard Griffiths zur Aufführung gelangen.
Das Violinkonzert „1001 Nacht im Harem“ vereint klassisch-abendländische und orientalische Einflüs-se. In Anlehnung an die berühmte Märchensammlung aus „Tausendundeine Nacht“ entspricht die Geige der Stimme der unermüdlichen Erzählerin Scheherazade. Die Solistin Patricia Kopatchinskaja ist dem Dortmunder Publikum noch eindrücklich im Ohr aus ihrer Zeit als „Junge Wilde“. Die exotischen Klang-farben und Rhythmen des Violinkonzerts sind der lebhaften Geigerin wie auf den Leib geschrieben. Fazil Says Leidenschaft für Jazz und Improvisation kommt im Rahmen einer Projektnacht zum Ausdruck: Beginn 20 Uhr, Ende offen. Wenn er mit Freunden unter dem Motto „Klassik & Jazz around Alla Turca“ spielt, kann man schließlich nicht einfach aufhören, wenn es am schönsten ist. Fazil Say führt an diesem Abend durch ein Programm mit eigenen Kompositionen und Arrangements sowie Werken von Brubeck, Ravel und anderen.
Ein Kammermusikabend mit der Uraufführung einer weiteren Komposition Fazil Says rundet das Programm der Zeitinsel ab. Die Weltpremiere, die der Zeitinsel ihren Namen gibt, bildet den Abschluss: Fazil Says „Istanbul-Sinfonie“, die seinem Wohnort und Lebensmittelpunkt ein musikalisches Denkmal setzt. Der Titel steht für interkulturellen Dialog und die Verbindung zu Says Heimatland. Durch die Aufnahme der Zeitinsel in das Programm von RUHR.2010 werden nicht nur Brücken zwischen den Kulturen geschlagen, sondern es bietet sich auch die Gelegenheit, die Kulturhauptstädte 2010 zu verbinden: Das Programm geht auf „Hauptstadt-Tour“ und wird im Herbst 2010 in Istanbul, ebenfalls Kulturhauptstadt Europas 2010, aufgeführt werden. Zeitinsel Fazil Say – „Istanbul-Sinfonie“ am KONZERTHAUS DORTMUND
Mi 10.03.2010, 20 Uhr – 1001 Nacht im Harem WDR Sinfonieorchester Köln, Howard Griffiths (Dirigent), Patricia Kopatchinskaja (Violine) Fazil Say: Konzert für Violine und Orchester „1001 Nacht im Harem“ (Deutsche Erstaufführung) Nikolai Rimsky-Korsakow: „Scheherazade“ op. 35
Do 11.03.2010, 20 Uhr – Kammermusikabend Fazil Say Patricia Kopatchinskaja (Violine), Priya Mitchell (Violine), Vladimir Mendelssohn (Viola), Thomas Demenga (Violoncello), Fazil Say (Klavier) Werke von Joseph Haydn, Ulvi Cemal Erkin, Fazil Say und Dmitri Schostakowitsch
Fr 12.03.2010, 20 Uhr – Fazil Say & Friends Fazil Say (Klavier, Moderation), Patricia Kopatchinskaja (Violine), Burhan Öçal (Perkussion) Klassik & Jazz around Alla Turca
Sa 13.03.2010, 20 Uhr – Istanbul-Sinfonie WDR Sinfonieorchester Köln, Howard Griffiths (Dirigent), Fazil Say (Klavier) Leonard Bernstein: Ouvertüre zu „Candide“ George Gershwin: Variationen über „I Got Rhythm“ für Klavier und Orchester George Gershwin: „Rhapsody in Blue“ Fazil Say: „Istanbul-Sinfonie“ (Uraufführung), Auftragskomposition des Konzerthaus Dortmund und des WDR
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